Hazel – Vollautomatisiertes Dateimanagement

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Hazel 3 - What's new

Screenshot, mit freundlicher Genehmigung von noodlesoft

Wenn man nicht nur Zuhause, sondern auch Unterwegs (Smartphone) und auf der Arbeit am Computer arbeitet, verliert man leicht die Übersicht über die Dateien welche sich von den verschiedensten Quellen, meist über Cloud Services auf dem heimischen Rechner, an sammeln.

Lange Zeit habe ich versucht dem Datenwust mittels verschiedener Synchronisations-Programme und Skripten, Herr zu werden. Doch keine der mir bekannten Lösungen war für den Mac verfügbar oder flexibel genug, um meinen Anforderungen gerecht zu werden. Dann bin ich vor kurzem auf Hazel von noodlesoft gestoßen. Seit dem erledigt der Mac nahezu alle organisatorisch notwendigen Dateioperationen, voll automatisiert. Ich fange am besten damit an, zu beschreiben welche Anforderungen ich an eine automatisierte Dateiorganisation stelle.

Meine Anforderungen an das System:

Das System sollte in der Lage sein,

  • Dateien anhand der Art der Dateiart (Musik, Bilder, Videos, PDFs, …),
  • anhand des Datumstempels (Datum, Alter, zuletzt geöffnet, zuletzt angefasst, erstellt,…),
  • anhand der Größe,
  • anhand der Spotlight Kommentare,
  • anhand der Meta Informationen (Bilddimensionen, Song Länge, …),
  • anhand der Herkunft (URL, Ursprungsordner,…),
  • anhand des Speicherortes und so weiter,

zu unterscheiden. Passt eine Datei oder ein ganzer Order oder beides in das Schema, sollte das System folgendes mit den Daten machen können:

  • Umbenennen anhand frei definierbarer Schablonen
  • kopieren, verschieben, löschen, duplizieren
  • synchronisieren
  • an Anwendungen zur weiteren Verarbeitung übergeben
  • Skripte inklusive Übergabe von Variablen, auf die Daten anwenden
  • komprimieren und dekomprimieren von Archiven

Das System müsste unbeaufsichtigt und unbemerkt vom Benutzer, seinen Dienst zu jeder Zeit erledigen können. Es muss ein Log führen in dem alle Aktionen nachvollziehbar wären und bei bestimmten Ereignissen, den Benutzer über das Notification Center (Mac OS X 10.8+) informieren können.

Bevor ich Hazel für mich entdeckte, war ich der Überzeugung das ließe sich nur unter Zuhilfenahme von diversen Anwendungen und Skripten erreichen. Doch Hazel erfüllt nicht nur sämtliche Anforderungen, es geht sehr weit darüber hinaus und bietet Funktionen die eine echte Vollautomation sämtlicher Dateimanagement Anforderungen ermöglichen.

Nur ein Beispiel aus meinem eigenen Hazel Konstrukt:

Ich erstelle ständig mit Scanner Pro und dem iPhone, Kopien jeglicher interessanter postalischen Korrespondenz. Scanner Pro sichert diese Kopien als PDF Dateien in einen Dropbox Ordner. Dieser Ordner wird auf meinen Mac synchronisiert. Hazel überwacht diesen Ordner und verarbeitet ausschließlich neue PDF Dateien in dem Hazel diese an eine OCR Software zu Erkennung übergibt. Danach sortiert Hazel diese PDFs in ein DMS Ordner System und startet die DMS Software. Dort werden diese Dokumente automatisch mit Markierungen (Tags) basierend auf den Textinhalten, versehen. Der gesamte Vorgang geschieht völlig unbemerkt vom Benutzer, im Hintergrund.
Vor Hazel, musste ich die meisten dieser Vorgänge manuell ausführen. Das kostete nicht nur viel Zeit, sondern war auch extrem lästig.

Wem kann man solch ein komplexes System empfehlen?

Das besondere neben der unglaublichen Flexibilität von Hazel, ist das Bedienkonzept. Alles ist sehr durchdacht und übersichtlich gestaltet. Jeder kann ohne jegliche Vorkenntnis, schnell und einfach erstaunliche Automationen erstellen. Die Zeit und den Stress den man sich durch Hazel erspart, sind weit mehr als 25$ (ca. 19€) wert. Und da Hazel nun seit mehr als 6 Jahren kontinuierlich weiterentwickelt wird, muss man auch keine Angst davor haben, das man in näherer Zukunft auf Unterstützung durch den Entwickler verzichten muss.

Autor: Schneppi

Schneppi ist ein Apple-Fanboy, wie er im Buche steht. Klebt einen angebissenen Apfel drauf und Schneppi kauft es. Auf der Suche nach Apps und Tipps die seine Apple-Hardware noch unentbehrlicher machen, teilt er seine Erfahrungen (und Philosophie...) gerne mit Apple-Befürwortern und denen die es erst noch werden müssen. ;-)

3 Kommentare

  1. Vielen Dank für den Beitrag.
    Es klingt nach einer guten Entlastung im Alltag.
    An welche OCR Programme kann Hazle übergeben?
    Welche ist hier im Einsatz?

    Danke

    • Wenn ich was empfehlen soll, dann muss es OCR Kit sein. OCR Kit ist sicher nicht die günstigste Lösung, aber ich selbst habe vieles ausprobiert und mit OCR Kit die besten Ergebnisse in Sachen Automation mit Hazel, erfahren. Der Hersteller bietet auf seiner Homepage, eine 14 Tage Testversion.

  2. Vielen Dank für den sehr interessanten Artikel.

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