Internet of things – Welche Chancen und Risiken birgt der digitale Wandel?

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Internet of things - Bild mit einem großen Zahnrad und eine Abbildung einer Fabrik mit Schornsteinen.

Die Welt von Morgen dreht sich um das ‚Internet der Dinge‘ und in jener Zukunft ist der Lichtschalter mit dem Kühlschrank vernetzt und die Armbanduhr kommuniziert mit dem Backofen.
Die universale Vernetzung hat ihre Vorteile, wenn sich der halbe Haushalt beispielsweise über das Samsung Galaxy S8 steuern und kontrollieren lässt. Aber das Internet of things (kurz: „IOT“) funktioniert nicht nur zwischen Menschen und Maschine. Das Internet auf Things lässt primär zu, dass verschiedenste Geräte ohne (menschlichen) Mittler untereinander kommunizieren können. Die Voraussetzung ist allerdings, dass sich alle Objekte korrekt über eine digitale Adresse identifizieren lassen. Das funktioniert über RFID genauso wie über IP-Adressen und führt dazu, dass diese Objekte oder Geräte eigene Daten sammeln, die bei Bedarf selbständig weitergegeben werden können. Dadurch werden Informationen über einen Bereich oder eine Person gesammelt und unter Umständen, wenn das Programm dafür ausgelegt ist, so ausgewertet und analysiert. Das hängt bei den einzelnen Geräten aber von deren Programmierbarkeit sowie der vorhandenen Speichergröße ab. Für die Kommunikation sind Sensoren wie auch eine gewisse Kommunikationsbefähigung wichtig, damit sich diese Geräte übers Internet automatisch austauschen können. Das führt dazu, dass diese Geräte sich zukünftig selbst steuern und kontrollieren.

In welcher Form wird das Internet of Things bereits eingesetzt?

Bereits in diesem Moment sind Milliarden verschiedener Geräte miteinander vernetzt. Das Internet der Dinge ist bereits keine Zukunftsvision mehr, sondern faktische Realität. Es ist schon dabei, unseren Alltag zu verändern, indem Fahrzeuge, Haushaltsgeräte und Maschinen miteinander interagieren und sich gegenseitig Daten zur Verfügung stellen. So könnte eine kaputte Glühbirne dazu führen, dass die digitale Einkaufsliste entsprechend erweitert wird. In den Mobilfunknetzen sind täglich fünf Milliarden Menschen miteinander verbunden. Dazu kommen noch Laptops, Router, Tablets, Autos und Navigationssysteme wie auch mobile Surfsticks, die sich in das IOT einklinken. In der Zukunft werden viele Alltagsgegenstände durch die entsprechenden Apps miteinander verkoppelt werden. Dieser Vorgang wird auch als M2M-Kommunikation bezeichnet, also Machine-to-Machine-Kommunikation. In vielen Unternehmen erfolgen inzwischen 80 Prozent des Datenaustausches durch M2M und der Bedarf an dieser aktuellen Technologie steigt in der Automobilindustrie, der Energieversorgung wie auch im Bereich der Consumer Electronics stetig an.

Vernetzung in Industrie und daheim

Während zurzeit die M2M-Technik vorwiegend in Werkshallen zu finden ist, werden sie bald auch in Bereichen wie dem Kundenservice zu finden sein. Aber auch im Privathaushalt geht die Vernetzung der Geräte munter voran. Beispielhaft dafür ist unter anderem die Verbindungen zwischen Spielekonsole und Smart-TV. Aber auch alle anderen Wohnbereiche werden nach und nach an das Netz angeschlossen. Küche, Bad, Wohnzimmer. Als vom Menschen ansteuerbarer Knotenpunkt dienen dann Geräte wie Amazons Echo oder Googles Home, beides sprachgesteuerte Lautsprechersysteme. Auch Smartphone Zubehör funktioniert mit der M2M Technik. Im Grunde gibt es keinen Aspekt unseres technisierten Alltags, der nicht durch das IOT in irgendeiner Weise berührt werden kann.

Vollvernetzt in die Zukunft

Wohin die Entwicklung letztendlich gehen wird, lässt sich natürlich nicht präzise vorhersagen. Aber sicher ist, dass diese Technologie immer weiter in den Alltag der Menschen eingreifen wird. So wird an der Technologie gewerkelt, um sie in der Gesundheitsüberwachung, beispielsweise bei Herzproblemen, einzusetzen. Auch bei Leihwagen könnte sie zum Einsatz kommen. Dann registriert der Wagen, wann seine Tür geöffnet wurde, wohin der Fahrer fuhr und wie schnell. Zudem kann der Preis für die Fahrt minutengenau abgerechnet werden. Auch im Paketdienst ist Vernetzung bald die Basis für die meisten Arbeitsabläufe.

Komfort versus Datenschutz

Die praktischen Aspekte liegen auf der Hand. Doch Datenschützern lässt das Internet of things die Haare zu Berge stehen. Wenn Maschinen selbständig ihre gesammelten Daten jeder anderen Maschine zur Verfügung stellen, ist der Datenschutz praktisch aufgehoben. Denn im Prinzip würde jede Zahnbürste auf die kompletten Datensätze der Hausbewohner zurückgreifen können und sie an jeden weiterleiten, der eine Anfrage danach stellt. Die Industrie freut sich, denn ihr Traum vom gläsernen Kunden war selten greifbarer. Zudem sind die Tore für jegliche Art von Angriffen durch Hacker weit geöffnet, denn kaum ein Toaster wird mit einer komplizierten Firewall ausgestattet werden. Dieser lockere Umgang mit Daten ist nicht nur für Privatpersonen ärgerlich, sondern auch die Industrie wird sich vor dem Datenklau schützen müssen. So begeistert die Vernetzung dort anfangs aufgenommen wurde, so sehr distanzieren sich bereits einige große Konzerne ein Stück weit von der Vollvernetzung und der Industrie 4.0 wieder. Zu unvorhersehbar sind die Sicherheitsrisiken letztlich, um komplette Arbeitsprozesse vollends aus der Hand zu geben.

Autor: Artur Jozefiak

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