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Internetausbau und Innovation – Zusammenhänge im Überblick

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Mobile und smarte Geräte - Internet von überall

Abbildung 0: Mobile und smarte Geräte – Internet von überall

Im Internet surfen, mit Gleichgesinnten online zocken oder einfach mal wieder von der Couch aus einkaufen  das World Wide Web hat den Alltag verändert. Inzwischen ist das Netz, vor allem dank der Smartphones, auch unterwegs wichtiger geworden. Kein Vergleich zur Situation zur Jahrtausendwende. Mit dem veränderten Nutzungsverhalten haben sich aber auch die Ansprüche an unsere Internetanbindung verändert. Laut ARD/ZDF-Onlinestudie 2015 nutzen bereits heute fast 60 Prozent das Internet zum Lesen von Nachrichten. Parallel greift gerade die junge Generation  die Digital Natives  zum Kommunizieren über Messenger oder soziale Netzwerke auf das Internet zu. 

Hinzu kommt das Abrufen von Medieninhalten, wie Musik oder Videos. Entsprechende Plattformen entwickeln  etwa in Form von Streaming-Diensten  eine immer größere Reichweite. Hinter all diese Services stehen Unternehmen. Wer heute mit der Konkurrenz mithalten will, braucht das Internet. Es ist aber nicht mit dessen alleiniger Verfügbarkeit getan. Je mehr Daten ausgetauscht werden, umso höher auch der Anspruch an die Bandbreite. Genau hier beginnen die Probleme. Denn im High-Tech-Land Deutschland existieren noch einige weiße Flecken auf der digitalen Landkarte. Regionen, in denen ein Breitbandanschluss nach wie vor Zukunftsmusik ist.

Abbildung 1: Durch zahlreiche neue Anwendungen ist eine schnelle Internetverbindung auch für User wichtig. Unternehmen können zudem durch schnelles Internet Innovationen starten.

Abbildung 1: Durch zahlreiche neue Anwendungen ist eine schnelle Internetverbindung auch für User wichtig. Unternehmen können zudem durch schnelles Internet Innovationen starten.

Breitband in Deutschland – so ist die Lage

Beim Thema Breitbandanbindung in Deutschland geht es vor allem um die leitungsgebundene Anbindung. Hier sind besonders schnelle Anschlüsse von mehr als 16 Mbit/s in einigen Regionen nach wie vor Mangelware. Laut dem Breitbandatlas des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur sind davon ländliche Regionen betroffen.

Diese konzentrieren sich in Bundesländern wie:

  • Sachsen-Anhalt
  • Mecklenburg-Vorpommern
  • Teilen Sachsens oder
  • Thüringen.

Aber auch in Hessen und Bayern sind nicht alle Regionen an die schnelle Internetverbindung angeschlossen.

Deutlich besser sieht die Situation für Anschlusstypen mit mindestens 6 Mbit/s aus. Betrachtet man unter diesem Gesichtspunkt den Ausbau in der Bundesrepublik, haben vor allem:

  • Sachsen-Anhalt
  • Mecklenburg-Vorpommern
  • Sachsens

Nachholbedarf. Aber: Heute ist mit 16 Mbit/s noch lange nicht Schluss. Auf verschiedene Anwendungen, die eine sehr hohe Übertragungsrate voraussetzen  Stichwort IP-TV  müssen viele Regionen leider nach wie vor verzichten. Mehr als 30 Mbit/s finden Haushalte derzeit nur in den Ballungszentren.

Der ländliche Raum muss in fast allen fünf östlichen Bundesländern auch 2016 noch nahezu flächendeckend auf diese Bandbreite verzichten. Dabei ist der Netzausbau nicht nur Verbrauchern wichtig.

Warum schnelles Internet so wichtig ist

Im ersten Moment erscheint eine hohe Übertragungsrate nur für Streaming oder Onlinespiele wichtig. Damit steht der private Medienkonsum im Mittelpunkt. Aber: Bei einer genauen Betrachtung des Sachverhalts lässt sich schnell erkennen, wie dringend heute auch Unternehmen auf entsprechende Leistungsdaten der Internetverbindung angewiesen sein.

In den letzten Jahren haben sogenannte SaaS-Leistungen an Bedeutung gewonnen. Hierunter werden Software as a Service Portfolios zusammengefasst. Letztere sind in der Lage, in erheblichem Umfang Kosteneinsparungen zu realisieren. Darüber hinaus haben Firmen mit mehreren Standorten und zentraler IT-Architektur natürlich ein großes Interesse darin, in Echtzeit miteinander kommunizieren zu können.

Dies betrifft heute nicht mehr nur F&E (Forschung und Entwicklung), die per se meist hohe Datenvolumina erreicht. Im Einzelhandel mit zentraler Warenwirtschaft ist die Datenrate genauso wichtig  etwa im Zusammenhang einer Filialvernetzung untereinander und mit der Zentrale.

Abbildung 2: Das Internet wird in unserem Alltag immer wichtiger, da sich mittlerweile zahlreiche Transaktionen durchführen lassen. Ob Banking, Shopping oder Unterhaltung - all das ist online kein Problem mehr.

Abbildung 2: Das Internet wird in unserem Alltag immer wichtiger, da sich mittlerweile zahlreiche Transaktionen durchführen lassen. Ob Banking, Shopping oder Unterhaltung – all das ist online kein Problem mehr.

Alternativen zum DSL-Netz im Überblick

Das leitungsgebundene Internetsignal dominiert den Markt nach wie vor. An dieser Stelle geht es häufig um DSL, mittlerweile jedoch auch um Glasfaser. In den letzten Jahren haben  gerade in Städten  Kabelnetzbetreiber das Potenzial der Signalübertragung zu Haushalten und Unternehmen erkannt. Auf dslvertrag.de lassen sich zahlreiche Möglichkeiten finden, in der eigenen Region schnelle Internetanbindungen zu nutzen.

Parallel existieren einige weitere Alternativen. Eine ist das Netzwerk via Stromkabel. Als Powerline bezeichnet, arbeitet es in aller Regel aber nur über kurze Distanzen. Welche Alternativen gibt es noch? Zu nennen sind an dieser Stelle:

  • Wireless Internet Access (Übertragung per Funk)
  • Internet via Satellit.

Beide Varianten erlauben inzwischen höhere Übertragungsraten. Gerade das Internet via Satellit ist in seiner Gesamtkapazität derzeit allerdings nur eingeschränkt konkurrenzfähig. Seit Einführung von LTE rücken zumindest die Funknetze in den Mittelpunkt.

Fazit: Schnelles Internet gibt es nicht überall

Verbraucher und Unternehmen messen einer schnellen Anbindung ans Internet zunehmend Bedeutung bei. Leider ist Deutschland in diesem Zusammenhang kein Vorreiter. Die Politik propagiert zwar den Netzausbau. Betrachtungen der aktuellen Situation zeigen, dass bis zur flächendeckenden Verfügbarkeit schneller Anschlüsse noch ein Stück Arbeit vor allen Beteiligten liegt. Solange werden betroffene Haushalte/Unternehmen sich entweder nach Alternativen umsehen müssen  oder warten ab. Allerdings – und dies zeigt sich bereits jetzt  fließt die Verfügbarkeit des Internets in Standortentscheidungen ein. Damit wird der Netzausbau auch ein Investitionsfaktor.

Bildquellen:

Abbildung 0: @ geralt (CC0-Lizenz) / pixabay.com

Abbildung 1: @ geralt (CC0-Lizenz) / pixabay.com

Abbildung 2: @ geralt (CC0-Lizenz) / pixabay.com

Autor: Artur Jozefiak

Hi, ich bin Artur, 77er Baujahr, kein digital native aber derbe fasziniert von der Onlinewelt und was damit verbunden ist. Blogger, Webentwickler, Familienmensch und immer auf der Suche nach einer Herausforderung. Du findest mich auch bei twitter, facebook.

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